Heute hat fast jedes Unternehmen eine Website. Aber der Unterschied zwischen einer Website, die nur existiert, und einer Website, die tatsächlich als gutes Arbeitswerkzeug für das Unternehmen funktioniert, kann groß sein.
Eine moderne Website muss leicht verständlich, schnell ladend, gut auf Mobilgeräten nutzbar und mit einem klaren Zweck gebaut sein.
Kurz gesagt: Sie soll es Menschen leicht machen, Informationen zu finden, das Angebot zu verstehen und den nächsten Schritt zu gehen.
Der erste Eindruck entsteht in Sekunden
Wenn jemand Ihre Website besucht, beginnt die Bewertung sofort.
- Ist das ein seriöses Unternehmen?
- Finde ich, wonach ich suche?
- Wirkt die Website modern?
- Kann ich diesem Unternehmen vertrauen?
- Ist es einfach, Kontakt aufzunehmen?
Eine Website mit schwerer Grafik, unnötigen Animationen, großen Bildern und komplizierter Navigation kann Reibung erzeugen, bevor der Nutzer überhaupt den Inhalt gelesen hat.
Eine saubere Website macht das Gegenteil. Sie lässt den Inhalt an erster Stelle stehen.
Geschwindigkeit ist Teil der Nutzererfahrung
Google nutzt unter anderem Core Web Vitals, um zentrale Teile der Nutzererfahrung zu messen. Die drei wichtigsten Kennzahlen sind:
LCP – Largest Contentful Paint
Wie schnell der wichtigste Inhalt der Seite sichtbar wird.
INP – Interaction to Next Paint
Wie schnell die Website reagiert, wenn der Nutzer klickt, tippt oder mit der Seite interagiert.
CLS – Cumulative Layout Shift
Wie stabil die Seite beim Laden ist, also ob sich Inhalte plötzlich verschieben.
Google empfiehlt unter anderem, dass LCP innerhalb von 2,5 Sekunden liegt, INP unter 200 Millisekunden und CLS unter 0,1 für eine gute Nutzererfahrung.
Das sind nicht nur technische Zahlen. Sie beschreiben, wie die Website von Menschen tatsächlich erlebt wird.
Eine Website muss nicht schwer sein, um beeindruckend zu wirken
Es gibt ein Missverständnis, dass eine professionelle Website möglichst viel enthalten muss.
- Große Bilder.
- Video im Hintergrund.
- Animationen.
- Pop-up-Fenster.
- Mehrere Schriftarten.
- Viele Plugins.
- Integrationen überall.
Aber mehr bedeutet nicht unbedingt besser.
Das HTTP Archive zeigt, dass Websites im Allgemeinen immer schwerer geworden sind. 2025 lag das Mediangewicht einer Startseite bei rund 2,6 MB auf Mobilgeräten und 2,9 MB auf Desktops in ihrem Datensatz, wobei Bilder und JavaScript einen erheblichen Teil der Last ausmachen.
In neueren HTTP-Archive-Daten liegt die mediane übertragene Datenmenge im August 2026 bei rund 2,6 MB auf Mobilgeräten und 3,0 MB auf Desktops. Gleichzeitig ist die Variation groß, und viele Seiten sind deutlich schwerer.
Das bedeutet nicht, dass alle Websites extrem klein sein müssen. Es bedeutet, dass jede Ressource einen Grund haben sollte, dort zu sein.
Bilder sind oft der größte Übeltäter
Ein großes, unkomprimiertes Bild kann allein mehr wiegen als der gesamte Rest der Website.
Deshalb sollten Bilder:
- An die Größe angepasst sein, in der sie tatsächlich angezeigt werden
- Komprimiert werden
- In modernen Formaten geliefert werden, wo es sinnvoll ist
- Zum richtigen Zeitpunkt geladen werden
- Nicht größer als nötig sein
Das HTTP Archive zeigt, dass Bilder einen großen Teil der Gesamtgröße moderner Websites ausmachen.
Ein gutes Bild kann wertvoll sein. Ein unnötig großes Bild ist nur zusätzliche Last.
JavaScript soll Probleme lösen – nicht schaffen
JavaScript macht moderne Websites möglich. Aber zu viel JavaScript kann die Website auch langsamer und weniger reaktionsfähig machen.
Es kann beeinflussen, wie schnell die Seite reagiert, wenn der Nutzer klickt oder tippt. Das ist einer der Gründe, warum INP Teil von Googles Core Web Vitals ist.
Deshalb sollte die Frage nicht lauten:
"Können wir das auf der Website einbauen?"
Sondern:
"Brauchen wir das auf der Website?"
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Sauberer Code ergibt oft eine bessere Website
Eine saubere Website geht nicht nur um Design. Es geht auch darum, was hinter den Kulissen passiert.
Eine gute Website sollte haben:
- Wenig unnötigen Code
- Wenige unnötige externe Ressourcen
- Optimierte Bilder
- Effizientes CSS
- Begrenztes und gezieltes JavaScript
- Gutes Caching
- Richtiges Hosting und Serverkonfiguration
- Gute mobile Anpassung
Das Ziel ist nicht, die Website technisch kompliziert zu machen. Das Ziel ist, sie so einfach wie möglich zu machen – während sie die Aufgabe erfüllt.
Mobile first
Viele Besucher nutzen das Mobiltelefon als ihre erste Begegnung mit einem Unternehmen.
Google empfiehlt daher, dass Website-Betreiber prüfen, wie der Inhalt auf mobilen Geräten funktioniert, neben unter anderem Sicherheit, Core Web Vitals und allgemeiner Seitenerfahrung.
Eine Website kann auf einem großen Bildschirm fantastisch aussehen. Aber wenn der Nutzer zoomen, auf Bilder warten, Pop-ups schließen oder auf dem Handy nach dem Menü suchen muss, hat das Design seine Aufgabe nicht erfüllt.
Eine gute Website soll dort funktionieren, wo der Kunde sie tatsächlich nutzt.
Geschwindigkeit beeinflusst auch die Sichtbarkeit bei Google
Es ist wichtig, hier präzise zu sein. Eine schnelle Website bedeutet nicht automatisch, dass sie bei Google ganz oben steht.
Google betont, dass relevanter und nützlicher Inhalt weiterhin sehr wichtig ist und dass eine gute Seitenerfahrung guten Inhalt nicht ersetzt. Gleichzeitig sind Core Web Vitals Teil von Googles Systemen, und Google empfiehlt gute Core Web Vitals sowohl für die Nutzererfahrung als auch für den Erfolg in der Suche.
Deshalb sollte man keine Website nur bauen, um einen hohen PageSpeed-Wert zu erzielen. Man sollte eine Website bauen, die:
- Nutzer gerne verwenden
- Google verstehen kann
- Technisch gesund ist
und die Aufgabe erfüllt, die das Unternehmen braucht.
Sauberkeit geht auch um Kommunikation
Eine saubere Website ist nicht nur eine schnelle Website. Sie ist auch leicht verständlich. Das bedeutet:
Eine klare Hauptidee
Besucher sollen schnell verstehen, wer Sie sind und was Sie anbieten.
Klare Navigation
Der Nutzer soll wissen, wo er mehr Informationen findet.
Gute Typografie
Der Text soll angenehm zu lesen sein.
Weißraum
Füllen Sie nicht jeden freien Bereich mit Informationen.
Klare Buttons
Der Nutzer sollte verstehen, was passiert, wenn er klickt.
Gute Struktur
Überschriften, Bilder und Text sollen dem Nutzer durch die Seite helfen.
Es geht darum, zu entfernen – nicht nur hinzuzufügen
Wenn eine Website verbessert werden soll, denken viele zuerst: Was können wir hinzufügen?
Ein besserer Ansatz könnte sein: Was können wir entfernen?
- Brauchen wir diese Animation?
- Brauchen wir dieses Bild?
- Brauchen wir dieses Plugin?
- Brauchen wir diesen Absatz?
- Brauchen wir diese Funktion?
- Brauchen wir fünf verschiedene Menüs?
- Braucht der Kunde das wirklich?
Je mehr man sich traut zu entfernen, was keinen Wert schafft, desto klarer wird oft das, was tatsächlich wichtig ist.
Die beste Website ist nicht unbedingt die fortschrittlichste
Ein kleines Unternehmen braucht nicht unbedingt eine Website mit hundert Funktionen. Oft braucht es nur:
- Eine klare Botschaft
- Ein professionelles Erscheinungsbild
- Gute Informationen
- Schnelle Ladezeit
- Mobile Anpassung
- Gute Suchmaschinenstruktur
- Eine einfache Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen
Das kann wertvoller sein als eine große und komplizierte Website.
Was sollte eine moderne Website können?
Bei FREMDRIFT sind wir der Meinung, dass eine gute Website anhand von fünf Fragen bewertet werden sollte:
01 – Verstehen Besucher, wer Sie sind?
Die Botschaft sollte klar sein.
02 – Finden sie, wonach sie suchen?
Die Navigation sollte einfach sein.
03 – Lädt die Seite schnell?
Unnötig schwerer Inhalt sollte entfernt oder optimiert werden.
04 – Funktioniert sie auf Mobilgeräten?
Die Website muss auf verschiedenen Bildschirmen und Netzwerken funktionieren.
05 – Führt sie zu einer Handlung?
Eine Website sollte ein Ziel haben.
- Kontakt.
- Buchung.
- Anfrage.
- Kauf.
- Anmeldung.
Oder ganz einfach, dass der Kunde die Informationen findet, die er braucht.
1FREMDRIFT: Wir bauen Websites mit einer Aufgabe
Eine Website soll nicht nur die digitale Visitenkarte des Unternehmens sein. Sie sollte Teil des Unternehmens sein.
Deshalb beginnen wir nicht unbedingt mit:
"Welche Design-Vorlage sollen wir verwenden?"
Wir beginnen stattdessen mit:
Was soll die Website für Ihr Unternehmen tun?
Dann betrachten wir:
Zielgruppe → Botschaft → Struktur → Inhalt → Design → Technologie → Geschwindigkeit → Suche → Handlung
Das Ergebnis soll eine Website sein, die ist:
Sauber. Schnell. Klar. Professionell.
Und am wichtigsten: Sie soll eine Aufgabe erfüllen.
Eine gute Website muss nicht am lautesten schreien.
Sie muss nur der richtigen Person leicht machen zu verstehen: Wer Sie sind. Was Sie anbieten. Warum es relevant ist. Und was als Nächstes zu tun ist.
Das ist gute digitale Kommunikation. Das ist gute Nutzererfahrung.
Und das ist 1FREMDRIFT.